Taufe

Wer da glaubt und getauft wird…
Mit der Taufe wird ein Mensch in die christliche Gemeinschaft aufgenommen. Das wichtigste Element der Tauffeier ist das Wasser. Dreimal wird dem Täufling Wasser über den Kopf gegossen. Dazu spricht die Pfarrerin oder der Pfarrer: Ich taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Inzwischen erleben wir immer wieder einmal, dass Menschen zu uns kommen, die uns sagen ich bin in der Kirche, aber ich bin nicht getauft. Dieser Fehler von Meldebehörden, bei einer Um- oder Anmeldung im Rahmen eines Umzuges, sollte nicht passieren. Aber wo Menschen arbeiten geschehen Fehler: Nur mit der Taufe wird die Mitgliedschaft in der Kirche begründet. Davon ist aber unabhängig, dass Gott sein Ja zu jedem Menschen auf seine Weise, ganz unabhängig von unserem Handeln sagt.

Was brauche ich für Papiere?
Zur Taufe braucht man nicht viel, einzig die bei der Geburt des Kindes erhaltene „Geburtsbescheinigung für religiöse Zwecke“ ist erforderlich, und: Paten, die nicht aus der eigenen Gemeinde kommen, brauchen einen Patenschein (Anruf bei im dortigen Pfarramt genügt). Der Sinn und Zweck des Patenscheines ist, dass die Paten aktuell nachweisen Mitglied einer Kirche zu sein. Wer getauft und konfirmiert ist, danach aber aus der Kirche ausgetreten, kann nicht Pate / Patin werden –
Siehe auch weiter unten

Wie sieht das mit einem Termin aus?
In der Regel findet eine Taufe an Samstagen
oder Sonntags im Hauptgottesdienst statt. Bei Terminschwierigkeiten sind die Pfarrer/-innen aber auch gerne bereit, über einen anderen Termin zu sprechen. Rufen Sie einfach an!

Wie ist das mit dem Taufgespräch?
Das Taufgespräch findet nach Terminabsprache möglichst rechtzeitig vor dem geplanten Tauftermin, die Pfarrer/-innen kommen dann entweder vorbei oder die Taufeltern kommen ins Pfarrbüro (Schön ist auch, wenn die Paten auch mit dabei sein können). Oft ist es ganz hilfreich, wenn die Eltern schon einen Taufspruch ausgesucht haben. Als Taufspruch ist jedes geeignete Wort aus der Bibel willkommen. Wer nicht mehr genau weiß, wo seine Bibel ist:
Hier einige Vorschläge

Wir würden gerne fotografieren oder filmen…
Ein häufig angesprochenes Thema, das mehrere Aspekte hat.
Deshalb dazu ein Extraabschnitt in diesem Dokument

Viele Fragen, die uns hier erreichen, betreffen die Kirchenmitgliedschaft.

Ist es wirklich nötig, dass die Eltern in der Kirche sind, um ihr Kind taufen zu lassen?
Ja. Damit ein Säugling oder ein kleines Kind getauft werden kann, soll nach dem überwiegenden theologischen Verständnis von Taufe wenigstens ein Elternteil Mitglied einer christlichen Kirche sein.
Aber: Es gibt Ausnahmen von dieser Regel. Zum Beispiel, wenn beide Eltern eines Kindes unter 14 Jahren (ab dann sind sie selbst „Religionsmündig“) mit der Taufe einverstanden sind und Andere (Pate / Patin oder ein anderes evangelisches Gemeindeglied) bereit sind für die evangelische Erziehung des Kindes einzustehen. -> Wichtig: Reden Sie bitte mit Ihrem Pfarrer / Ihrer Pfarrerin!
Begründung: Bei der Taufe geht es nicht nur um das Kind, ebenso wenig wie sie eine bloße Familienfeier darstellt. Es geht um das Ja Gottes zu uns und um unser Ja zum christlichen Glauben und zur Gemeinde. Solange ein Kind dieses Ja noch nicht selber sprechen kann, tun dies stellvertretend die Eltern und Paten. Sie erklären bei der Taufe, dieses Kind im christlichen Glauben zu erziehen und in die Gemeinde hineinwachsen zu lassen, der sie sich selber zugehörig fühlen. Bei Nichtmitgliedschaft wäre es dann ja eigentlich konsequent, zu sagen: Wir warten mit der Taufe. Vielleicht entscheidet sich das Kind ja später anders als wir und will zur Kirche dazugehören. Denn durch die Taufe wird das Kind auch kirchenrechtlich Mitglied der Kirchengemeinde. Es ist ein Widerspruch in sich, wenn Eltern stellvertretend für ihr Kind erklären, dies soll einer Gemeinde und ihrem Glauben zugehören, der sie selbst NICHT zugehören möchten.
Und es reicht auch nicht zu sagen: Ich bin ja „nur“ wegen des Geldes nicht in der Kirche oder ausgetreten. Gemeinde hat auch immer etwas mit Gemeinschaft mit den anderen zu tun und die drückt sich eben auch im Beitrag jedes Gemeindegliedes aus. ABER: Wenn Sie sich selbst mit dem Gedanke tragen in die Kirche einzutreten oder wenn Sie selbst neugierig sind auf das was Ihr Kind in und um die Kirche lernen und erleben kann, dann gilt auch hier: Reden Sie mit uns und wir suchen gemeinsam eine sinnvolle Lösung.

Ich möchte meine beste Freundin als Taufpatin, sie ist aber nicht in der Kirche. Geht das?
Leider nicht. Taufpaten müssen einer christlichen Kirche angehören. Ein kirchliches Patenamt ohne Kirchenmitgliedschaft ist sinnlos.
Begründung: Das Patenamt ist ein von der Kirchengemeinde übertragenes kirchliches Amt, in welchem der Taufpate stellvertretend für die christliche Gemeinde erklärt, das Kind zu begleiten und zu stärken auf seinem Weg bis zur Konfirmation. Also bis zu dem Zeitpunkt, wo das Kind noch einmal sein eigenes Ja zur Taufe und Gemeinde sagt (confirmare = stärken, bekräftigen).Aus all dem Gesagten ist es selbstverständlich, dass nur solcher Person dieses Amt übertragen werden kann, die der Gemeinde auch angehört. Sonst ist dieses christliche Amt sinnlos.

Zum Patenamt
Das Patenamt ist entstanden um den neu Getauften auf ihrem Weg im Glauben einen guten Berater, eine gute Beraterin auf die Seite zu stellen. Er/Sie sollte dazu helfen, dass die noch neuen Wege im Glauben an Jesus Christus zu sicheren Pfaden werden. Leider ist in unserer Zeit oft genug ein „Geschenk-Onkel“ / eine „Geschenk-Tante“ daraus geworden. Es wäre schön, wenn Sie Menschen für dieses Patenamt finden, die ein echtes Interesse an ihnen und ihrem Kind haben und die sie gerne auf dem Weg zusammen mit ihrem Kind begleiten. Wenn Sie Menschen finden die ihr Patenamt ernstnehmen, dann hat der Täufling auch noch über die Konfirmation hinaus hoffentlich einen/eine zusätzliche(n) Gesprächspartner(in) die/der auch dann da ist, wenn aus dem „niedlichen Kleinen“ ein Mensch mit seinen großen und kleinen Problemen und Anliegen und seinen Anfragen an den Glauben geworden ist.

Weiter Informationen im Internet:

https://taufe.bayern-evangelisch.de/index.php

http://www.ekd.de/taufspruch/

http://www.peter-pelikan.de/