Aktuelle Andacht online

Predigtwort für den 3. Sonntag nach Ostern

Der Gottesdienst als Video.

Achtung: Das Video wird von Vimeo bereit gestellt Mit Abspielen des Videos akzeptieren Sie die Cookies von Vimeo.

Liebe Geschwister in Christus,

das Predigtwort für den 3. Sonntag nach Ostern stammt aus dem Johannesevangelium 15, 1-8. Der Text lautet:

1 Ich bin der wahre Weinstock und mein Vater der Weingärtner. 2 Eine jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, nimmt er weg; und eine jede, die Frucht bringt, reinigt er, dass sie mehr Frucht bringe.

3 Ihr seid schon rein um des Wortes willen, das ich zu euch geredet habe. 4 Bleibt in mir und ich in euch. Wie die Rebe keine Frucht bringen kann aus sich selbst, wenn sie nicht am Weinstock bleibt, so auch ihr nicht, wenn ihr nicht an mir bleibt.

5 Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun. 6 Wer nicht in mir bleibt, der wird weggeworfen wie eine Rebe und verdorrt, und man sammelt die Reben und wirft sie ins Feuer, und sie verbrennen.

7 Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch widerfahren.

8 Darin wird mein Vater verherrlicht, dass ihr viel Frucht bringt und werdet meine Jünger.

Liebe Schwestern und Brüder in Christus,

dieser Text erzählt ein Gleichnis vom Fruchtbringen. Dieses Gleichnis wurde auf dem Weg nach Gethsemane fortgesetzt (14, 31) als Jesus mit seinen Jüngern an einem Weinstock vorbeikam. 

Viele Bäume und ihre Früchte kennen wir schon. Ein Gärtner kümmert sich viel um Pflanzen oder Bäume, dass sie gute Früchte bringen werden. Zum Beispiel muss man den Boden schön bereiten und verbessern, bevor man einen Weinstock in den Boden setzt. Es dauert einige Jahre, bis ein Weinstock überhaupt den ersten Ertrag bringt. Wenn er aufwächst, muss man sehr sorgfältig beschneiden und reinigen, dass er Frucht bringt. Und wenn die Weintrauben reif sind, wird der Gärtner rechtzeitig ernten. Ein Weinstock braucht so eine Voraussetzung, um Frucht zu bringen. Bei anderen Bäumen und Pflanzen ist es auch genauso.

Mit diesem Bild wollte Jesus seinen Jüngern erklären, dass die Menschen die an ihn glauben Frucht bringen dürfen. Er sagte ihnen, „Ich bin der wahre Weinstock und mein Vater der Weingärtner“ (V.1+5). Jesus ist der wahre Weinstock, der Gottes Plan erfüllt hat, wo das Volk Gottes im Alten Testament versagt hat (Jes 5, 1-7; Hes 15, 1-6; 19,10-14; Ps 80,9-17). Der Weingärtner, sein Vater, hat alle Voraussetzungen erledigt. Der Weinstock, Jesus Christus ist gepflanzt. Er trägt schon viele Reben. Er sagt seinen Jüngern, „Ihr seid die Reben“. Was übrig ist nun Fruchtbringen, das die Reben des Weinstockes erfüllen müssen. Das ist ihre Aufgabe. Mit dem Fruchtbringen verherrlichen die Jünger Gott und weisen auch auf das Wachsen und die Vollendung im Jüngersein hin.

Liebe Schwestern und Brüder in Christus,

wer an Jesus Christus glaubt, ist wie eine Rebe. Wir sind seine Rebe. Die Frage ist aber welche Frucht erwartet Jesus von seinen heutigen Nachfolgern? Von uns? Wie oft soll die Frucht gebracht werden? Was sollten wir durchhalten um Frucht zu bringen?

Die Reben gehen direkt aus dem Stock hervor. Sie bleiben beim Stock fest. Dann wachsen sie sehr schnell und bringen Frucht. Die Rebe bekommt keinen Saft vom Weinstock, wenn nicht eine ständige Verbindung zwischen ihr und ihm besteht. Wenn wir in Jesus bleiben, in ihm wachsen, werden seine Liebe und Gnade in unserem Leben fließen. Wie der Weingärtner, reinigt Gott die Sünde von unserem Leben, durch das kostbare Blut seines Sohnes. Er stärkt uns mit seinem Wort. Dann werden wir in seinem Reich heranwachsen. In diesem Wachstum lässt uns unser Weinstock, Jesus, viel Frucht bringen. Aber welche sind sie? Nun möchte ich Sie an einige davon erinnern.

  1. Glauben

ohne Glauben, kann man nicht Jesus ständig nachfolgen. Das Gleichnis vom Weinstock war für die Jünger damals eine Aufforderung um ihr Glauben an Jesus zu prüfen. Der Glaube, der ihnen hilft, in jeder Zeit in Jesus zu bleiben. Unser Glauben an Jesus ist deshalb eine Frucht, die wir immer bringen dürfen, die großer ist als unsere Angst vor Krankheit, Einsamkeit, Depression, Krise und Tod. Besonders in dieser schrecklichen Zeit, wegen Weltweit Corona-Krise. Jesus spricht, „Fürchte dich nicht, glaube nur“ (Mk 5, 36 b). Ein fester Glaube an die Macht Gottes, seine Liebe, Werke, seinen Beistand und Wunder. Den wollen wir in jeder Zeit und jedem Ort haben.

  1. Liebe

Die andere Frucht, die wir als Christen bringen sollen ist Liebe. Diese Frucht ist eine sichtbare Frucht, die in unser Tun verwandelt wird. In dieser Zeit erleben wir jeden Tag, die Menschen, die die Last des Anderen tragen, die ihr eigenes Leben opfern, um anderen zu helfen, die ihr Geld und ihre Zeit spenden, um die Bedürftigen Menschen in der Nähe und Ferne zu unterstützen. Menschen, die, die anderen mit ihren Gaben und Talenten erfreuen. Wir erleben Menschen, die auf ihre Wünsche, Hobbys und Tätigkeiten verzichten, um auf Menschen aufzupassen, die in dieser Corona-Pandemie einer Risikogruppe gehören. Solche Menschen halten an Maßnahmen ganz im Ernst und machen es mit Sympathie. Das ist dem Vorbild Jesu nachzufolgen. Wegen seiner wahre Liebe hat Jesus sein Leben geopfert und für uns ein Vorbild hinterlassen, dass wir auch diese Frucht bringen sollen. Nicht nur in dieser aktuellen Krise, sondern sollen wir einander in allen Zeiten wahrhaftig lieben.

  1. Treu bleiben

Wir bleiben Gott treu durch eine lebendige Beziehung mit ihm. Es soll Austauschen zwischen uns und Gott geben. Das wird möglich durch unser Gebet, Reden mit ihm, sein Wort hören und vieles mehr. Diese Beziehung soll nicht von unserer Situation abhängig sein, sondern wir sollen sie jeden Tag ausüben. Dann fließt die Liebe Gottes in unserem Leben, genauso wie die Pflanzensäfte im Weinstock, die vom Stock zur Rebe und zurück fließen. Mit dieser fließenden Liebe und guten Beziehung mit Gott, können wir ihm treu bleiben, auch wenn unser Leben auf einem Prüfstand steht.

Die anderen Früchte sind Freude haben auch in den traurigen Zeiten, Hoffnung haben auch wenn nichts scheinbar ist und Mut haben, wenn wir allein oder gemeinsam mit anderen eine schreckliche Zeit überstehen müssen. 

Diese und solche guten Früchte erwartet Gott von uns jeden Tag, immer. Nicht saisonal wie viele Bäume, die wir kennen. Es gibt vielleicht Ausnahmen. Aber viele Bäume bringen Frucht nur einmal im Jahr. Unser Fruchtbringen soll nicht von Jahreszeiten abhängig sein. Wenn wir ständig Frucht bringen, verherrlichen wir Gott jeden Tag und weisen auf unser Wachstum und Vollendung in seinem Reich hin. Amen.

Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, bewahre unsere Herze und Sinne in Christus Jesus. Amen.

 

Bleiben Sie behütet und wir sehen uns bald

Ihr Pfarrer Mulugeta

Wochenspruch

Wochenspruch für Woche 18

Wochenspruch für Woche 18

„Christus spricht: Ich bin der gute Hirte. Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie und sie folgen mir; und ich gebe ihnen das ewige Leben.“ Joh 10,11a.27-28a

read more
Wochenspruch KW 17

Wochenspruch KW 17

KW 17 „Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten.“   Liebe Gemeinde, wahrscheinlich wartete gefühlt fast ganz...

read more
Wochenspruch für Woche 16

Wochenspruch für Woche 16

Wochenspruch KW 16 „Christus spricht: Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle.“ Offb 1,18 Liebe Gemeinde, wenn wir heute zurückdenken: fast genau vor einem Monat, am 13. März fand morgens die...

read more
Wochenspruch für Woche 15

Wochenspruch für Woche 15

„Der Menschensohn muss erhöht werden, auf dass alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben.“ Liebe Gemeinde, täglich sehen wir es in den Medien: Statistiken und Zahlen, die steigen - bei den Infizierten, den Toten, den harten Schicksalen in Deutschland, Italien,...

read more
Wochenspruch für Woche 14

Wochenspruch für Woche 14

„Der Menschensohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und gebe sein Leben als Lösegeld für viele.“ Mt 20,28   Liebe Gemeinde, die Klopapierrolle – sie ist zu einem Symbol geworden. Das Symbol unserer Angst vor den nächsten Wochen....

read more
Wochenspruch für Woche 13

Wochenspruch für Woche 13

„Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht.“ Joh 12,24

Liebe Gemeinde,

“Mama, ich kann nicht mehr denken.

Ich glaub’, ich hab’ Fieber.

Ich glaube, ich will das nicht.

read more

Ab Sonntag 17. Mai 2020 wieder Gottesdienste!

 

Hier gelangen Sie zu den wichtigen Informationen

You have Successfully Subscribed!