„Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht.“ Joh 12,24

..Wochenspruch 13 KW

„Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht.“ Joh 12,24

 

Liebe Gemeinde,

“Mama, ich kann nicht mehr denken.

Ich glaub’, ich hab’ Fieber.

Ich glaube, ich will das nicht.

Mama, was soll ich jetzt machen?

Ich glaub’, ich muss sterben.

Was, wenn mein Herz zerbricht?“

 

Diese Worte singt Sarah Conner in ihrem Schlager „Vincent“. Es geht um ganz unterschiedliche Menschen, aber Eines haben sie gemeinsam: Sie sind verliebt. Dieses Gefühl der Liebe und Hingabe zu einem Menschen ist so stark, dass es richtig weh tut.

Die Erfahrung, dass Liebe uns an unsere Grenzen bring, dass es richtig weh tut, die kennen wir alle. Und dann? Wie die Mutter in dem Lied „Vincent“ weiter rät: alles mit sich selber, alleine ausmachen, abwarten, bis sich die Gefühle wieder beruhigt haben?

Als Christen wissen wir, dass Gott uns Menschen so geliebt hat, dass er an dieser Liebe immer gelitten hat. Doch Gott hat diese Gefühle nicht mit sich alleine ausgemacht und hat abgewartet, ob aus uns Menschen noch etwas wird. Er hat uns seinen Sohn gesandt, der uns seine Liebe gezeigt hat. Aus Liebe zu uns ist er verletzlich geworden und ist gestorben, damit auch wir verstehen, wie groß seine Liebe zu uns ist.

Vernünftig war das sicher nicht. Aber Jesu Tod am Kreuz hat unser Leben auf unserem Planeten auf den Kopf gestellt. Auch in dem Lied „Vincent“ belassen es die Menschen nicht dabei. Sie entscheiden sich dafür, das alte Leben sterben zu lassen und aus Liebe ein neues Leben anzufangen.

Ruhig mal aus Liebe das Alte begraben und Neues wachsen zu lassen. Genau darum geht es in unserm Schriftwort. Das Bild vom Weizenkorn, das in der Erde sein altes „Leben“ hinter sich lässt und aufbricht zu neuem „Leben“, um eine Pflanze zu werden und dabei sich kräftig vermehrt.

Wenn wir in unserem Herzen die Liebe zu unserem Nächsten spüren, weil wir gerade in diesen außergewöhnlichen Tagen das Leid sehen, dann sollen wir Verantwortung für dieses Gefühl übernehmen und uns nicht verschließen. Auch wenn es weh tut und für uns ein Umdenken bedeutet. Wir unser liebgewonnenes alte Leben, damit hinter uns lassen:

Ob wir einfach nur auf Abstand gehen, für „Risikogruppen“ einkaufen gehen, im Krankenhaus mithelfen, … Jeder von uns zählt. Wir sind die kleinen Weizenkörner, die mit gutem Vorbild vorangehen können, damit aus unserem Vorbild viele Nachfolgen und ihrerseits zu Vorbildern werden.

Bleiben Sie behütet.

Alles Gute und Gottes Segen.

Pfrin. Ullmann